Darwin und die Krise – survival of the fittest.

March 12, 2009 1 comment

Wir stecken in der Krise, die Krise trifft uns mit voller Wucht, wir werden der Krise nicht entkommen, so oder so ähnlich klingen viele Schlagzeilen der letzten Monate und Wochen. Ein anderer Blick auf die Krise ist nicht zulässig? Wo sind die Chancen, die eine Krise bietet, wo sind die Visionen?

Vor einiger Zeit war in der Süddeutschen Zeitung eine Karikatur, die Charles Darwin vor einem einstürzenden “General Motors” Haus und einem noch stehenden “Ford” Haus zeigt und er kommentiert die Situation sinngemäß, dass er seiner Zeit immer Voraus war. Survival of the Fittest ist das wohl prägendste Schlagwort mit dem Charles Darwins Forschungen über Vererbung und Evolution beschrieben werden. Steckt dahinter nicht auch eine positive Entwicklung, die gerade in Krisenzeiten als Ansporn, als Aufbruchsmotto genutzt werden sollte? Die Karikatur hat in mir die Frage ausgelöst, warum in der öffentlichen Meinung und den meisten Medien immer die negative Seite der Wirtschaftskrise oder zuvor der Krise an den Finanzmärkten so hervorgehoben wird? Warum ist alles nur schrecklich, warum nur schlimm, wo sind die positiven Geschichten, wo sind die Visionen, wo die Leader?

Es ist sicherlich schweirig eine Firma, die mehrere Tausende Menschen beschäftigt und deren Familien ernährt, in die Insolvenz gehen zu lassen, aber rechtfertigt dies, das millionenfache Verbrennen von Steuergeldern und finanziellen Reserven? Eine sehr bemerkenswerte Nachricht, die vor kurzem auf silicon.de zu lesen war, zeigt auch die positiven Aspekte der Krise und unterstreicht ihre reinigende Wirkung. “Solarunternehmen profitieren von Quimondapleite” (Link zum Artikel). In Dresden ansässige Unternehmen profitieren dahingehend von der Pleite des Speicherhersteller Quimondas, dass freie HalbleitertechnikerInnen auf den Arbeitsmarkt kommen, deren Wissen für die Entwicklung von Solarzellen etc. wichtig ist. Diese Nachricht ist nur eine von vielen und sie zeigt, die positiven Möglichkeiten, die in einer solchen Krise stecken. Diese Chancen können aber nur genutzt werden, wenn nicht die alten Pfründe und Industrien künstlich mit viel staatlichem Geld am Leben gehalten werden und der Lebensraum für neue Unternehmen, Innovationen und neue Ideen durch diese Platzhirsche abgetötet wird. Mit welcher Berechtigung wird beispielsweise der Autoindustrie Geld zur Verfügung gestellt, obwohl sie sich seit mehreren Jahrzehnten ökologischen Erneuerungen im Bereich des Verbrauchs von Treibstoff verweigert. Ich glaube aber, dass die Fehler nicht unbedingt nur den verschiedenen Managementteams einzelner Unternehmen und Organisationen anzulasten sind. Denn es ist mehr als verständlich,d ass die Autos gebaut und entwickelt werden, die von den Käufern nachgefragt werden. Das bedeutet aber in letzter etwas übertriebener Konsequenz, dass die durchschnittlichen Menschen keine Interesse an nachhaltiger Entwicklung ihres eigenen Planeten haben und nicht in der Lage sind über den eigenen Tellerrand zu blicken. Desweiteren zeigt es auch, dass die wenigsten Politikerinnen und Politiker die Visionen und die Leadershipfähigkeiten besitzen, die Menschen von Visionen und einem nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen und ihrer Verwendung zu überzeugen. Wo sind sie die Staatsfrauen und -männer, die mit Konzepten und Ideen vorangehen und versuchen, die Welt zu verändern, trotzdem aber die Menschen bei der Hand nehmen und ihnen erklären, was sie nun tun bzw. welche Chancen und Risiken existieren. Gleichzeitig müssen die Menschen ihre gewählten Vertreter kontinuierlich hinterfragen und durch Feedback und Austausch zu neuen Ideen anregen. Veränderung ist ein Prozess, der von vielen Seiten gesteuert und vorangetrieben werden muss. Sich alleine auf die PolitikerInnen zu verlassen ist ebenso Blödsinn, wie grundsätzlich jeden ManagerIn zu verteufeln.

An diesem Punkt setzt für mich die reinigende Wirkung der Krise an:

  • es werden diejenigen überbleiben, die in der Lage sind sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und die in der Lage sind, mit neuen Ideen und Innovationen, die Zukunft zu gestalten.
  • Nichtragfähige bzw. Fehlentwicklungen, sowie nicht umsetzbare Ideen werden aussortiert.
  • Gefordert sind die flexiblen und mobilen Unternehmerinnen und Unternehmer, die den Mut zum Risiko und die Fähigkeit zur Anpassung haben. Diese Menschen müssen gefördert werden
  • Große Unternehmungen, die viele MitarbeiterInnen beschäftigen sollten unterstützt werden, wenn zum einen eine offene Fehleranalyse der Vergangenheit betrieben wird und diese sich entsprechend neu Ausrichten
  • Jede staatliche Unterstützung muss an einen erkennbaren Mehrwert für die Gesellschaft geknüpft werden
  • PolitikerInnen müssen sich auch unangenehmen Wahrheiten stellen und beispielsweise auch die Insolvenzen großer Arbeitgeber in Kauf nehmen, damit diese einen Neuanfang wagen können.

Die grundsätzliche strategische Ausrichtung staatlicher Politik sollte sich darauf fokussieren, wie zukünftige Generationen fit gemacht werden können für diese Herausforderungen, denn eine Wirtschaftskrise in einer globalisierten Welt, von der jeder einzelne profitiert, wird immer wiederkommen. Fitter werden diese Menschen nur durch Informationen und Wissen, also in erster Linie mal durch Bildung. Wer also 700 Milliarden in die Rettung von Unternehmen stecken kann, der sollte auch in der Lage sein, 20 Milliarden in das Bildungssystem zu stecken, damit die eigene Bevölkerung in der Lage ist, die Krise zu überleben und sie als Chance zu begreifen. Diese Vision sollte der Impetus nationalen Krisenmanagement sein.

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Restarting blogging with a new hoster and a new layout

February 7, 2009 Leave a comment

Finally I made the move to wordpress using the hosted version for now. After selecting a proper layout and configuring all widgets and extras. It is time to start writing.

I did not make any resolution for 2009 on New Year’s Eve, because my year 2008 was finished February 1st, 2009 with the security of having passed all the exams for my master and the start of my job as a researcher at university. I want to use this blog to communicate about my PhD/Doctor Thesis, which I will start writing April 1st in Political Science. My resolution is: to post at least two posts per week.

Literature, Events and Information on writing a PhD/Doctor in general, political science and the topic of my thesis will be subject of my blog. At the moment I am looking into two areas for a possible topic. Number is situated in the area of institutional change, WTO and the influece of transnational and international regulations on national policies most likely in the field of economic policies. Number two covers innovation policy in a wider sense. Regional Innovation Systems (RIS) was the theoretical approach I used for my Master Thesis. These RIS could be again in the focus, but analyzed with network analysis methods and extended to more regions or more sectors. The next big step is the clarification which area will be subject of my thesis and which research questions I will adress. I want to use this blog to inform about the issues of writing a PhD/Doctor and maybe connect with others who are interested in these areas, too.

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Feel like a candidate

October 7, 2008 1 comment

A funny service/tool appered. Create your own presidential campaign video.

Here is mine: Manolo for President.

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Asking questions to achieve perfect knowledge

October 3, 2008 Leave a comment

Recently I read this fantastic post from Boris on “The Next Web“. “Achieving (and Living) with Perfect Knowledge“. This article summarizes the possibilities of almost unlimited knowledge. It shows an interesting path to a knowledge-based society. I like the road of development.

Especially the examples are perfectly chosen. But the article leaves one point out. We get answers to almost every question we can imagen, but we have to know how to ask the right questions.

This is the challenge of the information society. This is what we have to teach and learn. Asking questions is not really part of our lives yet. Remember the time at university, the crowded room and the lesson is almost over and one hand is raising and some one has a question. The overall reaction is not in favour of this person. At least at my universities this happened. Or teachers, professor or parents who do not want to answer and get annoyed by to many whys or whats etc. Another example is using search engines. A lot of our students are using google for the first search for information about something new. Almost everyone gets different results, because each asks the search engine differently. This is a great source of added value to discussions. But on the other hand it has the risk of missing the most important piece of information to get knowledge.

There are several ways of approaching information and asking questions. We have to learn how. Especially the information centric society needs people who are able to ask questions. Then, I believe, the big dream about the internet as the gate to an open and informed society is possible.

We can only achieve perfect knowledge as soon as we know how to ask the right questions.

That means in a short-term perspective to enable people of using the devices and tools to access information. Media education in schools and by that I do not mean how to use word or excel etc. Which is, dont wonder, the main part of information technology lessons in schools in Germany.Media education in my eyes includes accessing information, processing it to knowledge and media ethics.

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Think different

October 3, 2008 Leave a comment

This poem accompanies me for a few years now and as Apple is unfortunately not offering this poem anymore and it expresses so much, I took a print out and wrote it down to save it.

Here’s to the crazy ones,

the misfits,
the rebels,
the troublemakers.
The round pegs in the square holes.
The ones who see things differently.

They’re not fond of rules
and they have no respect for the status quo.

You can quote them,
disagree with them,
glorify or vilify them.
About the only thing you can’t do
is ignore them,
because they change things.
They push the human race forward.

Some may see them as the crazyones, but we see genius.

Because the people who are crazy enough to
think they can change the world
are the ones who do.

Think Different.

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Classic one: Wear sunscreen

October 3, 2008 Leave a comment

This poem, the video and the blog entry are part of my whole blogging development. Consequently I post them here as well. There is so much truth and inspiration in these few lines. I simply love them. Enjoy reading.

Wear sunscreen. (by Marie Schmich):

If I could offer you only one tip for the future, sunscreen would be it. The long-term benefits of sunscreen have been proved by scientists, whereas the rest of my advice has no basis more reliable than my own meandering experience. I will dispense this advice now.

Enjoy the power and beauty of your youth. Oh, never mind. You will not understand the power and beauty of your youth until they’ve faded. But trust me, in 20 years, you’ll look back at photos of yourself and recall in a way you can’t grasp now how much possibility lay before you and how fabulous you really looked. You are not as fat as you imagine.

Don’t worry about the future. Or worry, but know that worrying is as effective as trying to solve an algebra equation by chewing bubble gum. The real troubles in your life are apt to be things that never crossed your worried mind, the kind that blindside you at 4pm on some idle Tuesday.

Do one thing every day that scares you.
Sing.

Don’t be reckless with other people’s hearts. Don’t put up with people who are reckless with yours.
Floss.

Don’t waste your time on jealousy. Sometimes you’re ahead, sometimes you’re behind. The race is long and, in the end, it’s only with yourself.
Remember compliments you receive. Forget the insults. If you succeed in doing this, tell me how.
Keep your old love letters. Throw away your old bank statements.
Stretch.

Don’t feel guilty if you don’t know what you want to do with your life. The most interesting people I know didn’t know at 22 what they wanted to do with their lives. Some of the most interesting 40-year-olds I know still don’t.
Get plenty of calcium. Be kind to your knees. You’ll miss them when they’re gone.

Maybe you’ll marry, maybe you won’t. Maybe you’ll have children, maybe you won’t. Maybe you’ll divorce at 40, maybe you’ll dance the funky chicken on your 75th wedding anniversary. Whatever you do, don’t congratulate yourself too much, or berate yourself either. Your choices are half chance. So are everybody else’s.

Enjoy your body. Use it every way you can. Don’t be afraid of it or of what other people think of it. It’s the greatest instrument you’ll ever own.
Dance, even if you have nowhere to do it but your living room.
Read the directions, even if you don’t follow them.
Do not read beauty magazines. They will only make you feel ugly.

Get to know your parents. You never know when they’ll be gone for good. Be nice to your siblings. They’re your best link to your past and the people most likely to stick with you in the future.
Understand that friends come and go, but with a precious few you should hold on. Work hard to bridge the gaps in geography and lifestyle, because the older you get, the more you need the people who knew you when you were young.

Live in New York City once, but leave before it makes you hard. Live in Northern California once, but leave before it makes you soft. Travel.

Accept certain inalienable truths: Prices will rise. Politicians will philander. You, too, will get old. And when you do, you’ll fantasize that when you were young, prices were reasonable, politicians were noble and children respected their elders.
Respect your elders.

Don’t expect anyone else to support you. Maybe you have a trust fund. Maybe you’ll have a wealthy spouse. But you never know when either one might run out.
Don’t mess too much with your hair or by the time you’re 40 it will look 85.

Be careful whose advice you buy, but be patient with those who supply it. Advice is a form of nostalgia. Dispensing it is a way of fishing the past from the disposal, wiping it off, painting over the ugly parts and recycling it for more than it’s worth.

But trust me on the sunscreen.

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First blog entry from iphone

September 7, 2008 2 comments

How great this seems blogging from the phone with the wordpress iPhone app. Perfectly done from the developers.

Adding a photo from our chancellor’s office on Thursday evening in Berlin.

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