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Jetzt hat es uns voll erwischt – wir sind im Wahlkampf

April 6, 2009 Leave a comment

Deutschland steht ein Superwahljahr bevor. Im Juni die Wahlen zum Europaparlament, teilweise sind Kommunalwahlen sowie Landtagswahlen angesetzt und dann im September der Höhepunkt mit der Bundestagswahl. Und wir Bürgerinnen und Bürger sind jetzt nun nicht nur mit den Auswirkungen der Krise beschäftigt, sondern dürfen uns auch noch als Adressaten der wahlkämpfenden Politikerinnen und Politiker fühlen, die sich unsere Stimme bei einer der kommenden Wahlen sichern wollen. Und dieser Wahlkampf hat uns jetzt ebenso voll erwischt, wie die Krise. Gott sei Dank gibt es die Krise, weil jetzt sind wir alle so beschäftigt, dass wir keine Zeit haben uns über die Wahlversprechungen und Ideen für die kommende Wahlperiode Gedanken zu machen und eine kritische Debatte über die Inhalte unsere Repräsentantinnen und Repräsentanten zu führen.

Woran wir erkennen, dass wir uns mitten im Wahlkampf befinden? Unsere Politikerinnen und Politiker beginnen sich um jeden Preis mit äußerst interessanten Ideen und Aussagen, sowie Publikationen in der Öffentlichkeit hervorzutun. Da ist unsere Übermutter, Supernanny der Nation und Schutzpatronin aller Kinder und Familien Ursula von der Leyen, die durch die Unterbindung von Sozialen Netzwerken und Microbloggingplattformen versucht der Kinderpornografie den Garaus zu machen und durch ein Verbot von Killerspielen Amokläufe unterbinden möchte. Eigentlich muss Frau von der Leyen richtig dankbar für den Amoklauf von Winnenden und die Kinderpornografievorwürfe gegen den Bundestagsabgeordneten Tauss sein. Das ist besser als jeder Spindoktor und Kommunikationsberater es hätte planen können. Beides sind Themen, die sich über Schlagzeilen einfach vermitteln lassen und die in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit bekommen. Ich möchte hier nicht die Schlechtigkeit des einen sowie des anderen in Abrede stellen und bin der Meinung, dass beide Verbrechertypen verachtenswert und mit aller Härte zu verfolgen sind. Diese Themen jedoch zu missbrauchen und vor den Wahlkampfkarren zu spannen, ist genauso verachtenswert.

Die neuesten Vorschläge der letzten Woche beinhalteten unter anderem ein Verbot von Microbloggingdienste wie Twitter in Deutschland, denn sie sind angeblich die Hauptkommunikationskanäle für diverse Verbrecher und Gewalttäter. Und außerdem sind diese Dienste für einen Großteil der Bevölkerung nutzlos und reine Zeitverschwendung. Kinder vom Computer fernhalten ist also die Devise unserer Familienministerin. So verhindern wir Verbrechen, wie sie in Winnenden begangen worden sind und stellen sicher, dass Kinder nicht selbst gewaltätig oder Opfer von Gewalt werden, ebenso stellen wir aber sicher, dass die jüngeren Generationen gegen ihre internationalen Wettbewerber aus anderen Ländern im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie nachstehen werden. Sehr weitsichtig und nachhaltig und nebenbei beerdigen wir auch die deutsche Informations- und Kommunikationstechnologieindustrie, wie das Beispiel Quimonda deutlich veranschaulicht.

Interessant ist es, dass keinerlei Vorschläge und Ideen wie Eltern, Lehrer und Kinder selbst mit neuen Medien umgehen sollen, auf die Tagesordnung kommen. Es ist also besser zu verbieten, als einen geschulten und nachhaltigen Umgang der Kinder mit neuen Medien sicherzustellen. Wozu auch. Das sollen sie dann selbst lernen, denn Lehrer und Eltern sind überfordert und selten in der Lage, den Umgang beispielsweise mit sozialen Netzwerken und anderen Diensten adäquat und umfassend zu erklären sowie Kinder darüber aufzuklären, wie sie sich in den virtuellen Welten verhalten sollen und dass es möglicherweise nicht sinnvoll ist, gewisse Fotos und Informationen der Öffentlichkeit zu zeigen. Teilweise reicht es schon, einfach mal diese Tatsache anzusprechen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Genau an dieser Stelle wird deutlich: wir sind mitten im Wahlkampf angekommen. Die Nachhaltigkeit der Konzepte ist nicht mehr von Bedeutung, es geht um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Diese erhalten unsere werten Repräsentanten und Repräsentantinnen durch simplifizierende Aussagen, die in der Lage sind Massen zu bewegen, weil sowohl die Massen als auch ihre Verteterinnen und Vertreter keine Ahnung über die technischen, rechtlichen, gesellschaftlichen und politischen Möglichkeiten und Herausforderungen der neuen Medien haben. Es fehlt an den Grundlagen, aber darüber reden kann Mann oder Frau ja auch ohne Kenntnisse. Die wirklich wichtigen Themen werden nicht angesprochen. Welche schlüssigen Konzepte für den Weg aus der Krise wurden bisher vorgestellt? Eines war die Abwrackprämie, ein anderes die Mittelstandsinnovationsinitiative ZiM, aber das größte und finanzkräftigste war die Stützung der Banken und der Autoindustrie. Beide sind ausgewiesene Zukunftsindustrien, die unsere nachfolgenden Generationen und unseren Planeten in den nächsten 50-100 Jahren prägen werden. Wo sind die Konzepte und Ideen für ein geeintes, kulturell vielfältiges Europa und wo die Ideen für die Sicherheitspolitik des 21. Jahrhunderts? Es gäbe viel zu tun für unsere gewählten Vertreterinnen und Vertreter, aber lieber fordern diese die Sperrung des Dienstes Twitter, der gerade sich gerade erst in Deutschland ausbreitet.

Wir sind also mittendrin im Wahlkampf und das geht nun die nächsten 5 Monate so.

Eddie Izzard on Genocide – avery different perspective

March 15, 2009 Leave a comment

Opinionjuris.org, a great blog on international law and politics, posted this video from Eddie Izzard (Original post on by Michelle from Stop Genozide).

As Kevin said: Watch it!

Think different

October 3, 2008 Leave a comment

This poem accompanies me for a few years now and as Apple is unfortunately not offering this poem anymore and it expresses so much, I took a print out and wrote it down to save it.

Here’s to the crazy ones,

the misfits,
the rebels,
the troublemakers.
The round pegs in the square holes.
The ones who see things differently.

They’re not fond of rules
and they have no respect for the status quo.

You can quote them,
disagree with them,
glorify or vilify them.
About the only thing you can’t do
is ignore them,
because they change things.
They push the human race forward.

Some may see them as the crazyones, but we see genius.

Because the people who are crazy enough to
think they can change the world
are the ones who do.

Think Different.

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Classic one: Wear sunscreen

October 3, 2008 Leave a comment

This poem, the video and the blog entry are part of my whole blogging development. Consequently I post them here as well. There is so much truth and inspiration in these few lines. I simply love them. Enjoy reading.

Wear sunscreen. (by Marie Schmich):

If I could offer you only one tip for the future, sunscreen would be it. The long-term benefits of sunscreen have been proved by scientists, whereas the rest of my advice has no basis more reliable than my own meandering experience. I will dispense this advice now.

Enjoy the power and beauty of your youth. Oh, never mind. You will not understand the power and beauty of your youth until they’ve faded. But trust me, in 20 years, you’ll look back at photos of yourself and recall in a way you can’t grasp now how much possibility lay before you and how fabulous you really looked. You are not as fat as you imagine.

Don’t worry about the future. Or worry, but know that worrying is as effective as trying to solve an algebra equation by chewing bubble gum. The real troubles in your life are apt to be things that never crossed your worried mind, the kind that blindside you at 4pm on some idle Tuesday.

Do one thing every day that scares you.
Sing.

Don’t be reckless with other people’s hearts. Don’t put up with people who are reckless with yours.
Floss.

Don’t waste your time on jealousy. Sometimes you’re ahead, sometimes you’re behind. The race is long and, in the end, it’s only with yourself.
Remember compliments you receive. Forget the insults. If you succeed in doing this, tell me how.
Keep your old love letters. Throw away your old bank statements.
Stretch.

Don’t feel guilty if you don’t know what you want to do with your life. The most interesting people I know didn’t know at 22 what they wanted to do with their lives. Some of the most interesting 40-year-olds I know still don’t.
Get plenty of calcium. Be kind to your knees. You’ll miss them when they’re gone.

Maybe you’ll marry, maybe you won’t. Maybe you’ll have children, maybe you won’t. Maybe you’ll divorce at 40, maybe you’ll dance the funky chicken on your 75th wedding anniversary. Whatever you do, don’t congratulate yourself too much, or berate yourself either. Your choices are half chance. So are everybody else’s.

Enjoy your body. Use it every way you can. Don’t be afraid of it or of what other people think of it. It’s the greatest instrument you’ll ever own.
Dance, even if you have nowhere to do it but your living room.
Read the directions, even if you don’t follow them.
Do not read beauty magazines. They will only make you feel ugly.

Get to know your parents. You never know when they’ll be gone for good. Be nice to your siblings. They’re your best link to your past and the people most likely to stick with you in the future.
Understand that friends come and go, but with a precious few you should hold on. Work hard to bridge the gaps in geography and lifestyle, because the older you get, the more you need the people who knew you when you were young.

Live in New York City once, but leave before it makes you hard. Live in Northern California once, but leave before it makes you soft. Travel.

Accept certain inalienable truths: Prices will rise. Politicians will philander. You, too, will get old. And when you do, you’ll fantasize that when you were young, prices were reasonable, politicians were noble and children respected their elders.
Respect your elders.

Don’t expect anyone else to support you. Maybe you have a trust fund. Maybe you’ll have a wealthy spouse. But you never know when either one might run out.
Don’t mess too much with your hair or by the time you’re 40 it will look 85.

Be careful whose advice you buy, but be patient with those who supply it. Advice is a form of nostalgia. Dispensing it is a way of fishing the past from the disposal, wiping it off, painting over the ugly parts and recycling it for more than it’s worth.

But trust me on the sunscreen.

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